Artikel-Schlagworte: „Kürbis“

nahverkehr und überhauptverkehr

Freitag, 26. März 2010

bald wird es das ergebnis des herbstlichen nahverkehrsprojektes, für das wir autoren uns eine woche in gefährlich unterkühlte regionalzüge (neudeutsch: s-bahnen) setzten, in magazinform in ebendiesen zügen zu lesen geben.  ebensobald erscheinen sowohl bei milena als auch bei kürbis anthologien. unbeabsichtigerweise ist in jeder ein unanständiger text von mir.  die leser werdens mir hoffentlich danken, denn es ist eh frühling.

leibnitz aktuell!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

die liebe ilse pollack rezensiert die kürbis-anthologie 1969 und schreibt unter anderem:

Geben wir also den Nachgeborenen den Vortritt, denn ihrer ist ja das Himmelreich, das auf Erden Zukunft heißt. Und beginnen wir mit der jüngsten, der aus Straß gebürtigen Andrea Stift. Ihr Beitrag nennt sich „Der Schlamm der Leibnitzer Au“, die ein Woodstock-Ersatzgebiet hätte werden sollen und dann doch nicht wurde, aber immerhin gut war zum Küssen, denn “an der rauschenden Sulm hörte man die Schmatzgeräusche nicht.” Schlimm ists für (alle?) Jungen seit eh und je, in der Provinz geboren zu sein, und deshalb wird auch hier geklagt, über die “Kuhdörfer” Landscha und Leibnitz, und besonders über letzteres: “Man hats nicht leicht in Leibnitz, geistige Einöde und ein-bis zweiundzwanzig Jahre zu spät.” Aber nicht jede Provinz ist Provinz, immerhin scheint es einen Ort zum Glücklichsein für die Generation der Autorin gegeben zu haben, und der war das “Cello in Ehrenhausen, wir waren so froh, dass es das Cello gab, war ja sonst nirgends was zum Fortgehen und Saufen und Durchmachen”. Und vor allem Musik-hören, die richtige Musik, die Musik von Jimi Hendrix, Ikone der Woodstock-Generation, und die noch etlicher anderer Ikonen mehr. Denn das mag Woodstock vor allem bedeutet haben, eine und noch mehr Generationen später, die richtige Musik, und die hat ein damaliger Freund ihr beigebracht, dem sie noch heute dafür dankbar zu sein scheint, und vielleicht ist der Text ja auch ein bisserl als Hommage für ihn geschrieben. “Ansonsten nur ein bisschen Rebellentum” wird lakonisch konstatiert , denn “wir waren schon Establishment, als wir geboren wurden.” Doch werden die “Alten”, die damals, in jener Urzeit der späten Sechziger-Jahre (wirklich?) rebellierten, und sich dann, hélas, “die Haare schneiden und die Rosen von den Kleidern reißen mussten”, als das raue Leben sie einzuholen begann, nicht doch zu streng beurteilt, wenn es heißt: “In Anzug und Krawatte ein Leben lang Investitionsfonds verkaufen zu müssen und dabei von Kindern und Kindeskindern verlacht zu werden, mit dem Wissen, dass man damals wenigstens dabei war: Was gibt es Traurigeres.”

und den rest der rezension, davor, danach und drumherum, kann man hier lesen: rezensionen zu 1969.

habedere 2

Montag, 28. September 2009

zu verkünden, dass mein in der 69-anthologie erschienene text der schlamm der leibnitzer au im rahmen der langen nacht der museen im kunstgarten graz von der schauspielerin anna m. gruber verlesen wird.

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(Lange Nacht der Museen: 3. Oktober. In der Nacht.)

(Lesung ca. 18:30)