Artikel-Schlagworte: „Andrea Stift“

der kunstgarten graz

Sonntag, 16. Mai 2010

ist eine gar wunderschöne stätte. am liebsten hätt ich mich dort im garten hingesetzt und wäre nie wieder aufgestanden. weil aber das haus innen genauso einladend (die größte gartenliteraturbibliothek weit und breit) ist, wie der garten draußen, habe ich dort schließlich doch gelesen.

den abend komplettiert hat fiston mwanza mit einer leidenschaftlichen lesung in seiner muttersprache französisch. das war das erste mal, dass mir diese sprache schön vorkam.

wer die gelegenheit hat, den kunstgarten oder eine der veranstaltungen dort zu besuchen, dem sei dies wärmstens ans herz gelegt.

schöne w/orte

Montag, 10. Mai 2010

kommenden samstag les ich anlässlich der internationalen museumsnacht in dieser wunderschönen location: kunstgarten graz, 19.uhr. mit mir der amtierende grazschreiber fiston mwanza.

(zwischen den rosen

soll man seine hosen

nicht verliern)

kneipenkur: ein fotoroman

Donnerstag, 18. Juni 2009

100_0640enthusiasmiertes publikum

100_0633fotoscheue hauptacts

100_0636
jetzt-auch-dichterinnen

100_0629
reißer des abends: souverän auf bühne

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und vor nudelsalat

100_0621
es hat uns sehr gefreut

Andrea Stiff liest vor einem viel…

Freitag, 6. März 2009

Ach ja. In Granada firmierte ich (in Programmheften und unter Dichtern) teilweise als Andrea Stift, Andreas Stift oder auch (auf meinem Umhängekarterl, das ich sowieso nicht getragen hätte, aber dieses Mal eben wirklich mit gutem Grund!) als Andrea Stiff. Unter diesem Namen hat mich auch einer auf Youtube veröffentlicht. Andreas Unterweger gibt es gar zwei mal, einmal als er selbst, einmal als Martin Glaz Serup, unseren lustigen dänischen Poeten, der dafür gar nicht auftaucht :-)

Das Video ist eher qualitätsarm und sehr groß, deswegen hier nur der Link-

Andrea Stiff aka Andrea Stift, Granada, Nicaragua

“Klimmen”, rezensiert von Hedwig Wingler

Dienstag, 10. Februar 2009

Soeben erschienen (Korso 02/09):
Studenten-Sex

Um die Fixkosten für das Wohnen zu senken, beschließen sie zusammenzuziehen, sie sagt ihm, dass sie ihn liebe, er sagt ihr, dass er sie „schon auch sehr gern habe oder Ähnliches, es war die ideale Beziehung“. Die Handlung spielt in einer Stadt ohne Namen, die ziemlich stark an Graz erinnert. Die Zweierbeziehung erweitert sich schnell um einige Personen, die mehr oder weniger übersichtlich, jedenfalls durcheinander, Sex haben. In den dazwischen liegenden Pausen gehen sie auf die „Uni“, die Wohngemeinschaftleute sind Studenten, mit Job, oder auf Jobsuche.
Was sie außerdem, sozusagen „zwischen den Zeilen“, suchen, wird nicht so ganz klar. Gelingt ihnen Emanzipation, da sie glauben, sich von ihren Müttern oder Vätern emanzipiert haben?

Aber die Stories sind nicht die Hauptsache dieses Buches. Nicht die Variationen von Sex, von denen es viele verschiedene gibt. Auch nicht die politische Dimension, das „Anarchogetue“, wie die Autorin schreibt. Der Kernpunkt dieser Erzählung ist die Sprache, die Darstellung der jungen Generation in ihrer eigenen Sprache.
Dass Andrea Stift auch anders schreiben kann, hat sie in ihrem Buch „Reben“ (Klagenfurt 2007) gezeigt, der Skizze ihrer südsteirischen Familie über fast ein Jahrhundert. In „Klimmen“ konzentriert sie sich auf den Jargon der jungen Leute, die sich scheinbar nur dem Augenblick widmen, die sich den Luxus zu leisten scheinen, nur den Fick der vorherigen Nacht oder des nächsten Morgens im Kopf zu haben. „Klimmen“ hängt mit klammern, mit klemmen zusammen – Pflanzen „klimmen“, können Personen das vielleicht auch?

Es gelingt der Autorin eine hastige Erzählung, deren kurze, teils kurzatmige Kapitel sich mosaikartig zusammenfügen, Stücke eines Puzzles. Da ist eine Gruppe von jungen Leuten mit viel Promiskuität, wie man sagt, und da ist eine Geschichte darüber mit vielen Sätzen. Die Ich-Erzählerin klingt nicht nur authentisch, sondern lässt Zwischentöne zu, aus denen klar wird, dass das augenblickliche Leben ein spielerischer Versuch oder sogar eine Suche ist, auf jeden Fall ein literarisch gelungenes, sehr lesenswertes Stück über unsere Gegenwart.